Laupeyßer verlegte sein Leben auf die Nacht, seit aufgrund der Kündigung keine Notwendigkeit zum frühen Aufstehen mehr bestand. So gab es keinen Rohbau mehr, kein Skelett, keine Maximen, nur noch den Pappkarton und die in ihm angehäuften Fragen; dazu, also vom 15. 8. an, die geräumte Wohnung, in der es sich so ganz ohne Bett schlecht schlafen ließ, nur in eine Steppdecke gewickelt, sprichwörtlich auf dem Boden in der Ecke neben dem Ofen. Höchstens tagsüber war der Schlaf möglich, wenn die Helligkeit, die in diesen gleichsam Rohbau fiel, Laupeyßer davon abhielt, die Realität für Wirklichkeit zu halten. Es bereitete ihm geradezu Freude, eine hohl aufplatzende Lust, sich in der geleerten, wie ausgetrunkenen Wohnung aufzuhalten, am Fußboden hockend, um sich starrend, sich erinnernd, fast lallend in seinen Selbstgesprächen. Wie es früher ausgesehen hatte, erzählte er sich, als es die Einrichtung noch gab. Die Blumentöpfe kauerten nun ebenfalls am Boden, in ungleichmäßigen Grüppchen auf dem PVC-Belag verteilt. Laupeyßer pflegte sie hingebungsvoll, wusch dreimal täglich die wächsernen und haarigen Blattlappen ausgiebigst mittels in Wasser getünchter Wattebällchen. Das bekam den Pflanzen gut, sie wuchsen enorm, als spürten sie, wie sehr sie Platz bekommen hatten. Rankend nestelten dünne Arme über den Boden, was Laupeyßer dermaßen angenehm war, dass er allen Ernstes überlegte, ob er nicht von dem Flecken Gras im Hinterhof ein wenig hochholen, Blumenerde im Zimmer aufschütten und eine Grasmatte darüberpflanzen sollte. Er unterließ es, doch mehr aus Lethargie denn Einsicht.
Laupeyßer verlegte sein Leben auf die Nacht, seit aufgrund der Kündigung keine Notwendigkeit zum frühen Aufstehen mehr bestand. So gab es keinen Rohbau mehr, kein Skelett, keine Maximen, nur noch den Pappkarton und die in ihm angehäuften Fragen; dazu, also vom 15. 8. an, die geräumte Wohnung, in der es sich so ganz ohne Bett schlecht schlafen ließ, nur in eine Steppdecke gewickelt, sprichwörtlich auf dem Boden in der Ecke neben dem Ofen. Höchstens tagsüber war der Schlaf möglich, wenn die Helligkeit, die in diesen gleichsam Rohbau fiel, Laupeyßer davon abhielt, die Realität für Wirklichkeit zu halten. Es bereitete ihm geradezu Freude, eine hohl aufplatzende Lust, sich in der geleerten, wie ausgetrunkenen Wohnung aufzuhalten, am Fußboden hockend, um sich starrend, sich erinnernd, fast lallend in seinen Selbstgesprächen. Wie es früher ausgesehen hatte, erzählte er sich, als es die Einrichtung noch gab. Die Blumentöpfe kauerten nun ebenfalls am Boden, in ungleichmäßigen Grüppchen auf dem PVC-Belag verteilt. Laupeyßer pflegte sie hingebungsvoll, wusch dreimal täglich die wächsernen und haarigen Blattlappen ausgiebigst mittels in Wasser getünchter Wattebällchen. Das bekam den Pflanzen gut, sie wuchsen enorm, als spürten sie, wie sehr sie Platz bekommen hatten. Rankend nestelten dünne Arme über den Boden, was Laupeyßer dermaßen angenehm war, dass er allen Ernstes überlegte, ob er nicht von dem Flecken Gras im Hinterhof ein wenig hochholen, Blumenerde im Zimmer aufschütten und eine Grasmatte darüberpflanzen sollte. Er unterließ es, doch mehr aus Lethargie denn Einsicht.