Das Leben ist ein Traum! Ist es das? Gregor Lanmeister, einst ein erfolgreicher, wenn auch zweifelhafter Geschäftsmann, ist auf Weltreise an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Mit ihm reisen 144 Auserwählte, die das Schiff nicht mehr verlassen werden. Sie bleiben, um zu gehen. So wie er selbst - das wird ihm zunehmend bewusst. Minutiös beobachtet er das Geschehen an Bord und findet sich bald inmitten einer Gesellschaft eigenwilliger Persönlichkeiten wieder - da ist Monsieur Bayoun, sein Lehrmeister und Freund, der ihm ein geheimnisvolles Spiel hinterlässt; da sind die dralle, freche Frau Seifert sowie Kateryna, eine junge russische Pianistin, die er liebevoll Lastotschka, Feenseeschwalbe, nennt, außerdem ein schrulliger Clochard zur See und die stolze Lady Porto - sie alle und noch viele mehr nehmen mit ihm Abschied. Sodass er, von einer ihm vorher gänzlich fremden Sehnsucht erfasst, zu erkennen beginnt, was es mit diesem Sperlingsspiel auf sich hat. Über das Meer entdeckt Lanmeister den stillen Reichtum Leben, es eröffnen sich ihm immer neue Momente von märchenhafter Schönheit, bis Zeit und Meer, Vergänglichkeit und Traum zu einem rätselhaft entrückten Kosmos verschmelzen. "Es ist beeindruckend, wie anschaulich Alban Nikolai Herbst die üblichen Geschehnisse auf einem Kreuzfahrtschiff beschreibt, uns Leser aber gleichzeitig in eine bizarre Traumwelt entführt. Welcher Reeder würde schon eine Gruppe Sterbender so lange auf einem Kreuzfahrtschiff mitreisen lassen, bis sie auf der Bahre von Bord gehen? "Das Traumschiff", heißt es an einer Stelle, "ist manchmal ein Alptraum." Die Utopie vom würdigen Sterben wird hier nicht beschönigt. Der Text hätte schnell ins Moralisierende und Geschwätzige abgleiten können, aber wenn es grundsätzlich wird, zeigt sich die Könnerschaft des Autors" (SWR 2)
Das Leben ist ein Traum! Ist es das? Gregor Lanmeister, einst ein erfolgreicher, wenn auch zweifelhafter Geschäftsmann, ist auf Weltreise an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Mit ihm reisen 144 Auserwählte, die das Schiff nicht mehr verlassen werden. Sie bleiben, um zu gehen. So wie er selbst - das wird ihm zunehmend bewusst. Minutiös beobachtet er das Geschehen an Bord und findet sich bald inmitten einer Gesellschaft eigenwilliger Persönlichkeiten wieder - da ist Monsieur Bayoun, sein Lehrmeister und Freund, der ihm ein geheimnisvolles Spiel hinterlässt; da sind die dralle, freche Frau Seifert sowie Kateryna, eine junge russische Pianistin, die er liebevoll Lastotschka, Feenseeschwalbe, nennt, außerdem ein schrulliger Clochard zur See und die stolze Lady Porto - sie alle und noch viele mehr nehmen mit ihm Abschied. Sodass er, von einer ihm vorher gänzlich fremden Sehnsucht erfasst, zu erkennen beginnt, was es mit diesem Sperlingsspiel auf sich hat. Über das Meer entdeckt Lanmeister den stillen Reichtum Leben, es eröffnen sich ihm immer neue Momente von märchenhafter Schönheit, bis Zeit und Meer, Vergänglichkeit und Traum zu einem rätselhaft entrückten Kosmos verschmelzen. "Es ist beeindruckend, wie anschaulich Alban Nikolai Herbst die üblichen Geschehnisse auf einem Kreuzfahrtschiff beschreibt, uns Leser aber gleichzeitig in eine bizarre Traumwelt entführt. Welcher Reeder würde schon eine Gruppe Sterbender so lange auf einem Kreuzfahrtschiff mitreisen lassen, bis sie auf der Bahre von Bord gehen? "Das Traumschiff", heißt es an einer Stelle, "ist manchmal ein Alptraum." Die Utopie vom würdigen Sterben wird hier nicht beschönigt. Der Text hätte schnell ins Moralisierende und Geschwätzige abgleiten können, aber wenn es grundsätzlich wird, zeigt sich die Könnerschaft des Autors" (SWR 2)